Schweiz Mobil - Skatingland

500 km Skate across Switzerland

1 Rhein Skate
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Dieser Reisebericht liegt an:
Mittelland Skate

Mittelland Skate
Romanshorn–Neuchâtel / Estavayer-le-Lac
Zur Route

Rhein Skate

Rhein Skate
Landquart–Kreuzlingen
Zur Route

An die 500km Skate across Switzerland, mit über 32 Stunden Fahrzeit, werden wir uns immer gerne erinnern. Es war ein fantastisches, faszinierendes, interessantes, eindrückliches, lehrreiches, einmaliges, einzigartiges, spannendes, unglaubliches,... einfach ein riesen Erlebnis.
Faszination/Vorbereitung

Am Ufer der Aare in Solothurn im Jahr 2008, wurde ich (Stefan) auf die roten Inlineschilder aufmerksam. So wuchs ein Traum in mir, die Schweiz aus eigener Muskelkraft auf Inlineskates zu durchqueren. Jeden Tag eine andere Umgebung zu sehen und die schöne Schweiz zu erkunden, löste in mir eine Faszination aus. Nach einem Fitnessbesuch an einem kalten Februarabend 2011 erzählte ich meinem guten Kollegen Chris von diesem Traum. Er war ebenfalls sofort begeistert und wir beschlossen, die Idee im Sommer 2011 gemeinsam zu realisieren.
Für die Realisation waren einige Vorbereitungen nötig. Wo sollen wir schlafen, wie transportieren wir unser Gepäck, trotz anständiger Fitness, wie viele Kilometer skatet man an einem Tag, ...? Für alle Anforderungen wurde eine Lösung gefunden. Wir einigten uns auf durchschnittlich 55 km pro Tag und unterteilten unsere Strecke mal grob. Danach reservierten wir im Voraus Übernachtungen in Bed&Breakfast (www.bnb.ch) und Jugis an unseren Zielorten. Bis auf die Übernachtung in der Jugi Romanshorn waren diese sensationell. Wir können diese Art von Übernachtung wärmstens empfehlen. Das Gepäck wurde mit der SBB oder der Firma Swisstrails transportiert, da wir beim Inlinen, bis auf eine Bauchtasche von Chris (inkl. Schraubenschlüssel), nichts dabei hatten. Der Transport des Gepäcks mit der SBB ist mit 10.- sehr günstig, hat aber den Nachteil, dass am Tag nach der Aufgabe, dieses wegen dem Transport nicht zu Verfügung steht. Bei Swisstrails kostet der Transport 50.-, das Gepäck wird dafür am gleichen Tag vom gewünschten Ausgangs- zum Zielort transportiert. Im Gepäck wurde zusätzlich zum Putzzeug noch ein Reservepaar Inlineskates eingepackt, zum Glück! Letztendlich konnte auch die Erstellung von speziell angefertigten T-Shirts (siehe Fotos) noch pünktlich vor Tourbeginn erledigt werden und für die ganze Strecke wurden 28(!) A4 Pläne für den Fall der Fälle ausgedruckt.

Der Zeitaufwand für die Vorbereitungen ist nicht zu unterschätzen. Verschiedenste zu berücksichtigende Faktoren (bspw. Etappenzielort Solothurn) ergaben bereits für die Vorbereitungen eine kleine logistische Meisterleistung. Bis zum Start hielten wir uns auf unseren Inline-Hausstrecken rund um den Flughafen Zürich und den Greifensee sowie den Slowups (www.slowup.ch), dem Cityskate Winterthur (www.cityskate.ch) und dem MondayNightSkate (www.nightskate.ch) fit.
Zusammenfassung

An die 500km Skate across Switzerland, mit über 32 Stunden Fahrzeit, werden wir uns immer gerne erinnern. Es war ein fantastisches, faszinierendes, interessantes, eindrückliches, lehrreiches, einmaliges, einzigartiges, spannendes, unglaubliches,... einfach ein riesen Erlebnis. Unsere täglichen Eindrücke, Impressionen und das Erlebte, lassen sich nicht vollständig in Worte fassen. Wir durchquerten verschiedenste schöne Landschaften aber auch interessante Städte. Wir sahen x spezielle Kunstobjekte, Häuser, Brücken, Flugplätze, Hauptsitze von Firmen, etc. Der Dialekt änderte sich täglich. Wir erlebten die Schweiz aus einer ganz speziellen Optik. Es ist beeindruckend, was man mit eigener Muskelkraft erreichen kann. Dies wurde uns auf der Heimfahrt mit dem Auto so richtig bewusst.

Ausser auf der 1. Etappe und einer halben Stunde vor Biel hatten wir glücklicherweise keinen Regen. Ebenfalls wurden wir von Stürzen verschont und auch am Ziel konnten wir OHNE Schmerzen, Muskelkater und Blattern (Tapes empfehlenswert) normal laufen. Die Strecke war fast immer gut signalisiert. Überall konnten wir uns an Kiosken und in Läden gut verpflegen. Der Gepäcktransport hatte einwandfrei funktioniert und die Übernachtungen in Bed&Breakfast und Jugis können sehr empfohlen werden. Auch unsere speziell angefertigten T-Shirts werden uns noch lange Freude bereiten. Eine durchwegs gelungene Sache!

In Absprache mit www.skatingland.ch sind wir gerne bereit, Euch weitere Infos etc. zu unserer Tour oder allgemein zum Inlinen zu geben. Vielleicht hat auch jemand Lust, uns auf unseren Hausstrecken mal zu begleiten. Unsere Kontaktdaten erhält Ihr, indem Ihr eine E-Mail an info@skatingland.ch sendet.
Nun folgt unser Reisebericht der einzelnen Etappen.
Landquart (GR) -> Oberriet (SG); 52km

So starteten wir also am 30. Juli 2011 in unser grosses Abenteuer. Das Gepäck war bereits seit Donnerstag unterwegs Richtung Altstätten. Im Zug von Zürich nach Landquart erhielten wir weltmeisterliche Unterstützung: Simone Niggli-Luder wurde aufgrund unserer T-Shirts auf die Tour aufmerksam.

Der Abschnitt zwischen Landquart und Sargans ist geprägt durch viele Feldwege, welche oft stark mit Steinchen verunreinigt waren. Leider begann es zu regnen. Zum Glück sind der Belag und die Strecke entlang des Rheindamms sehr gut, so dass wir trotzdem sehr zügig vorankamen. Für den ersten Abend waren wir in Oberriet SG bei Margrit und Walter Rohners Bed&Breakfast einquartiert. Die Herzlichkeit, die Gastfreundschaft und das Preis/Leistungsverhältnis haben uns überwältigt. Nochmals ein herzliches Dankeschön an die beiden.
Oberriet (SG) -> Romanshorn (TG); 52km

Aufgrund des gestrigen Regens starteten wir heute dafür mit frisch geputzten Inlineskates. Auch auf dem Rheindamm zwischen Oberriet und St. Margrethen ist der Belag spitze, wir kämpften aber mit starkem Gegenwind. Ab St. Margrethen durchquert man viele Dörfer. Dies ist sehr interessant, besonders aber in Rorschach ist grössere Vorsicht und Toleranz gegenüber den Fussgängern und Velofahrern nötig. Dafür bieten sich etliche schöne Orte am Ufer des Bodensees für kleinere Pausen an. Über die Jugi in Romanshorn wollen wir keine weiteren Worte mehr verlieren, nur so viel: Wir waren das erste und letzte Mal dort.
Romanshorn (TG) -> Winterthur (ZH); 75km; Königsetappe

Der Morgen unserer Königsetappe vom 1. August 2011 präsentierte sich vernebelt. Vielleicht war das gar nicht so schlecht, denn danach strahlte die Sonne vom wolkenlosen Himmel und es wurde richtig heiss. Das Gepäck wurde mit Zielort Brugg bei der SBB aufgegeben, da wir die beiden kommenden Nächte zu Hause übernachteten (Zugtransfer Zielort->Wohnort->Startort). Zwischen Romanshorn und Amriswil wird meist entlang der Hauptstrasse auf dem Trottoir geskatet. Dafür wird man anschliessend mit einer schönen Landschaft und meist guten Belägen bis Müllheim entschädigt. Der Rollsplittbelag nach dem Bahnhof wird uns als schlechtester Belag unserer Tour in Erinnerung bleiben. Danach führt die Strecke bis Frauenfeld über viele Feldwege, bevor es bei Wiesendangen nochmals rauf und runter geht. Die Strecke zwischen dem Stadtrand und dem Bahnhof Winterthur präsentiert sich überaschenderweise sehr angenehm mit einem guten Belag.
Winterthur (ZH) -> Kloten (ZH); 62km

Unsere 4. Etappe verbindet die verschiedenen regionalen Skaterparadiese miteinander. Es sind dies in dieser Reihenfolge das Tösstal (Sennhof -> Saland) und die Rundkurse um den Greifensee und den Flughafen Kloten. Diese Routen sind uns bestens bekannt, da Sie zu unseren „Hausstrecken“ gehören und wir deshalb oft auf diesen anzutreffen sind. Aus unserer Sicht dienen die Strecken zwischen den Skaterparadiesen (Saland -> Uster; Dübendorf/Dietlikon -> Baltenswil) lediglich der Verbindung. Insbesondere zwischen Hittnau und Pfäffikon ZH sowie Wermatswil und Uster sind zwei steile, bremsklotzfressende Abfahrten zu bewältigen. Zwischen Dietlikon und Baltenswil ist skaten auf dem Trottoir angesagt, mit überqueren von mindestens 10 einmündenden Strassen. Auch heute übernachteten wir, aufgrund der Nähe von Kloten zu unserem Wohnort, zu Hause.
Kloten (ZH) -> Brugg (AG); 42km

Wegen eines morgendlichen Gewitters starteten wir heute etwas später. Da heute unsere kürzeste Etappe angesagt war, hatten wir genügend Zeit. Bei der Badi in Zürich Seebach folgten wir dem Schild nach links, was für etliche Verwirrung sorgte. Wir irrten zwischen Eisenbahn, Autobahn, Fluss und Quartierstrassen umher, bis wir letztendlich feststellten, dass das Schild notdürftig geflickt wurde und eigentlich nach rechts hätte zeigen sollen. Auf der ganzen Etappe wechseln sich schöne Abschnitte mit Verbindungsstrecken ab. Übernachtet hatten wir in Gebenstorf im modernen und sehr grossen BnB von Herr Meester.
Brugg (AG) -> Olten (SO); 47km

Othmarsingen bleibt uns als Tiefpunkt unserer Tour in Erinnerung. Nach der steilen Abfahrt war Stefans neuer Bremsklotz bereits abgenutzt. Nach etlichen Versuchen, die Bremsklötze untereinander zu tauschen oder anders zu montieren, brach die Schraube der Bremsvorrichtung ab. Die restlichen 30km musste Stefan mühsam ohne Bremsklotz absolvieren.

Wie gestern wechseln sich kurze schöne Strecken mit Verbindungsstrecken und teils schlechten Belägen ab. In Erinnerung dieser Etappe bleiben sicherlich die Einfahrt nach Aarau dem Bach entlang, die Bewältigung der Treppe kurz nach Aarau sowie der imposante Anblick des Kühlturms des Kernkraftwerks Gösgen. Nach dem Bezug des kleinen aber feinen Bnb von Daniela Hurni / Rhaban Straumann begaben wir uns ins Restaurant Flügelrad, in dem wir unser Standardmenü Cordon-bleu, hier in riesiger Ausführung, verspiesen. Bei einem Drink auf Augenhöhe der Aare, liessen wir den Tag ausklingen.
Olten (SO) -> Solothurn (SO); 44km

Da wir verschlafen hatten, starteten wir heute etwas später und Stefan aufgrund des Bremsklotzproblems von gestern mit den Ersatzskates. Das meist schöne Wetter entschädigte die eher rauen/schlechten Beläge ein wenig. Bereits um 14.30 Uhr gönnten wir uns, vis a vis der heutigen Bleibe der Jugi Solothurn, eine Erfrischung. Der Abend endete in der Bar Solheure, einem Geheimtipp unsererseits. Solothurn wurde aufgrund dieser Bar und der Entstehung der Idee, als Etappenziel gewählt.
Solothurn (SO) -> Treiten (BE); 57km

Zwischen dem Start in Solothurn und der Einfahrt nach Biel ist eine wunderschöne Landschaft, meist entlang der Aare, zu bewundern. Hier wurden wir von einem 30-minütigen Regenschauer überrascht, weshalb wir Schutz in einem Bushäuschen suchten. Der Boden trocknete danach glücklicherweise rasch ab. Die Durchquerung der Stadt Biel, insbesondere die Durchfahrt der Bahnhofsunterführung, ist anspruchsvoll aber höchst interessant. Nach dem steilen Anstieg vor Täuffelen, werden die gewonnen Höhenmeter gleich wieder abgebaut. Einquartiert waren wir heute in einem eigenen kleinen Häuschen bei Jona Schumacher. Beim gemeinsamen Essen mit Fleisch vom Grill, erfuhren wir von unseren Gastgebern viel Interessantes über die Gegend rund um Treiten.
Treiten (BE) -> Estavayer-le-Lac (FR); 53km

Trotz einer verregneten Nacht, blieb das Wetter auf unserer Schlussetappe trocken. Zu schaffen machte uns heute aber der starke Gegenwind. Zwischen Treiten und Murten ist man meist auf asphaltierten Feldwegen, quer durch das „Gemüseland“, unterwegs. Diese waren aufgrund des Ackerbaus teils verschmutzt. Die Strecke von Murten nach Estavayer-le-lac bietet abschliessend von allem etwas. Nach dem finalen Aufstieg vor Estavayer wurden wir von Verwandten mit einer Flasche Moscato beim Dorfbrunnen erwartet. Nach über 32 Stunden Fahrzeit und 500km in den Beinen, endete hier unser einzigartiges, faszinierendes und immer in Erinnerung bleibendes Erlebnis. Nach einer Nacht bei den Verwandten in Yvonand, traten wir die Heimreise mit dem Auto an. Dabei wurde uns so richtig bewusst, welche Strecke wir in den letzten Tagen aus eigener Muskelkraft bewältigt hatten.
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