Schweiz Mobil - Skatingland

Ein glatter Tag auf Rollen

44 Flughafen–Glatttal Skate
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Flughafen–Glatttal Skate

Flughafen–Glatttal Skate
Kloten (Flughafen)–Bülach–Glattfelden–Kloten (Flughafen)
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Einmal um den Flughafen und dann der Glatt entlang bis an den Rhein – so soll’s denn sein. Den wohl wärmsten Tag im April hatte ich mir ausgesucht, doch in Bülach mit dem Zug angekommen, …
Einmal um den Flughafen und dann der Glatt entlang bis an den Rhein – so soll’s denn sein. Den wohl wärmsten Tag im April hatte ich mir ausgesucht, doch in Bülach mit dem Zug angekommen, musste ich doch noch die Jacke und lange Hosen unter den Schonern anbehalten.

Geradeaus entlang der Hauptstrasse und vorbei an Brunnen, Beizen, Riegel- und Neubauten durch Bachenbülach wurde mir dann aber rasch warm und ablegen war angesagt. Bachenbülach hatte ich bisher nur mit einem Akkordeon in Verbindung gebracht, ein solches habe ich aber nirgends angetroffen, schon gar nicht gehört.

Nach leichtem Anstieg führt die Skaterpiste, die hier unter der Woche mit sportlichen Rentnern auf Velo geteilt werden muss, separat parallel zur Hauptstrasse, später gesellt sich auch noch die Autobahn dazu. Mein Blick geht jedoch darüber und erspäht bereits die ersten Flugzeuge, die sich etwas schneller als ich Kloten nähern.

Trotzdem komme ich auf dem Skater-freundlichen Belag gut voran und schon bald passiere ich die Kaserne Kloten, mit seinen Richtstrahlpionieren als temporären Bewohnern und ein paar Meter später erblicke ich bereits von weitem die neuen Hotelfassaden des Flughafens. Ich verkneife mir ein Check-in auf Skates für einen spontanen Übersee-Flug und suche den richtigen unter den vielen Velo- und Skating-Wegweisern, der mich um den Flughafen herum und zu den Rollfeldern bringt. Dort gönne ich mir eine Trinkpause und beobachte das Treiben. Selbst eine Parkzone für Helikopter gibt es, daneben leuchtet gelb das TCS-Ambulanzflugzeug.

Weg vom Flughafen rolle ich entlang der Überland-Strasse nach Oberglatt. Ganz so 'glatt', wie der Name verspricht, scheint das Dorf nicht zu sein, aber mit der gedeckten Holzbrücke macht es einen ganz friedlichen Eindruck, im Vergleich zum eher belebten Flughafenareal. Nach kurzem Sandwichrast auf einer Bank an der Glatt und Weiterfahrt vorbei an der Spitze der Rollfelder, wo viele Zuschauer die Flieger direkt über ihre Köpfe ziehen lassen, habe ich in Bachenbülach meine Flughafen-Runde abgeschlossen.

Für den Besuch des römischen Gutshofes bei Seeb habe ich leider keine Zeit und gelange nun via meine Anfangsstrecke wieder nach Bülach. Per Zickzack lasse ich dieses rasch hinter mir und stehe vor einer imposanten und bunt besprayten Industrieruine, die an längst vergangene Zeiten erinnert.

Hier beginnt der für mich attraktivste Teil der Route, die sich nun entlang der Glatt bis zum Rhein schlängelt, immer leicht abwärts versteht sich. Auch hier tummeln sich die Freizeithungrigen, ich unterhalte mich mit einem deutschen Rentnerpaar, welches regelmässig hier mit dem Velo unterwegs ist. Ich soll schätzen wie alt der Mann sei und liege am Ende 15 Jahre darunter. Das tägliche Velofahren halte eben fit, meint dieser ... das merke ich mir.

Ab Glattfelden, angeblich die Heimat von Gottfried Keller, oder zumindest jene seiner Eltern, ist die Strecke und eben auch die Glatt wieder etwas gerader. Wie eine Zieleinfahrt spannt sich vor Rheinsfelden das Bahnviadukt über die Glatt, hier bin ich also am Ende meiner Tour. Nur noch vorbei am Kraftwerk Rheinsfelden. Wie immer ist es eine Freude die Skates nach etwa fünf Stunden Fahrt auszuziehen, diese sowie Kopf und Füsse etwas zu verlüften und dann beim Kleinstbahnhof 'Zweidlen-Station' in den Zug zu steigen, der mich wieder nach Hause bringt, müde, aber irgendwie in zufriedener Frühlingsstimmung.
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